AFLE – Spieltag 4


Alpine Rams at Vienna Vikings | 20 : 47

Wiener-Sport-Club-Stadion, Vienna, Austria, 3.856 Zuschauer

Wien bleibt das Maß aller Dinge in der AFLE, auch wenn die Rams im ersten Viertel nach einem 2-Yard-Touchdown von Ahmed Charfi noch frech mitspielten. Nach einem frühen Ballverlust der Gäste stellte Ben Holmes mit 25 von 36 Pässen für 323 Yards und vier Touchdowns schnell die gewohnte Hackordnung her, wobei er seine großgewachsenen Tight Ends Florian Bierbaumer (77 Yards, 2 TDs) und Bernhard Seikovits (79 Yards, 2 TDs) nach Belieben bediente. Die Rams fanden mit Seth Morgan (11 von 23 für 119 Yards, 2 TDs) gegen den druckvollen Wiener Passrush kaum Entlastung und kamen bei 180 Total Net Yards auf lediglich elf First Downs. Sebastian Ernst besiegelte den standesgemäßen Heimsieg im Schlussviertel per 15-Yard-Fumble-Return-Touchdown zum vierten Sieg im vierten Spiel, während die ersatzgeschwächten Rams mit 1:2 Siegen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden.


Berlin Thunder at Panthers Wrocław | 12 : 50

Tarczynski Arena, Wroclaw, Poland, 5.143 Zuschauer

Ein brutaler Klassenunterschied vor über 5.000 Zuschauern in Breslau, bei dem die Hauptstädter defensiv wie offensiv komplett zerlegt wurden. Panthers-Quarterback Jameson Wang feierte eine Gala und verbuchte bei 13 von 17 Pässen für 216 Yards gleich fünf Passing-Touchdowns sowie einen eigenen Rushing-Score, tatkräftig unterstützt von Dawid Brzozowski mit 156 Rushing Yards bei 17 Carries. Berlins Offensive ging mit einer desolaten Third-Down-Ausbeute von 0 für 11 komplett baden, sodass Jakeb Sullivan (20 von 39 für 179 Yards, ein Pick, drei Sacks) trotz eines 55-Yard-Sololaufs von Tomiwa Oyewo (106 Rushing Yards, 1 TD) auf verlorenem Posten stand. Die Panthers untermauern mit 3:1 Siegen ihre Playoff-Ambitionen, während Thunder nach 50 Gegentreffern und neun Strafen für 60 Yards vor einem echten Scherbenhaufen steht.


Firenze Red Lions at London Warriors | 26 : 51

Rosslyn Park Stadium, London, United Kingdom, 230 Zuschauer

Vollgas-Football vor überschaubarer Kulisse im Rosslyn Park: Die London Warriors sicherten sich mit einer explosiven 563-Yard-Machtdemonstration ihren ersten Saisonsieg. Karé Lyles sezierte die Florentiner Passverteidigung nach Belieben für 371 Passing Yards und vier Touchdowns (zwei auf Marcus Libman), während Andy Owusu (78 Rushing Yards, 2 TDs) und Raymond Sobowale (70 Yards, 1 TD) das Laufspiel dominierten. Firenze hielt durch Matthew McKay (24 von 37 für 252 Yards, 3 TDs) und Keith Coffee II (neun Catches für 127 Yards, 2 TDs) zwei Viertel lang wacker dagegen, ehe die Defense im dritten Viertel 16 unbeantwortete Punkte herschenkte. London meldet sich mit diesem 51-Punkte-Befreiungsschlag eindrucksvoll zurück, während die Red Lions nach drei Partien sieglos im Tabellenkeller verharren.


Paris Lights at Rhein Fire | 0 : 35

Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg, Germany, 4.219 Zuschauer

Ein staubtrockener Arbeitssieg für Rhein Fire, bei dem die Pariser Offensive mit mickrigen 127 Total Net Yards und ganzen fünf First Downs absolut keinen Stich sah. Quarterback Kenji Bahar spulte das Geschehen pragmatisch herunter (16 von 19 für 160 Yards, ein TD auf Kaylon Geiger), während Jonathan Scott mit zwei Rushing-Touchdowns das Geschehen am Boden sicher nach Hause lief. Paris zerlegte sich mit haarsträubenden 13 Strafen für 86 Yards und einem verunglückten Punt-Snap von Boris Bede (-16 Yards) weitgehend selbst, sodass Spielmacher Evan Hillock nach mageren 46 Passing Yards früh auf die Bank wanderte. Duisburg feiert einen entspannten 35:0-Shutout und rückt auf Rang drei vor, während Paris nach null Punkten und personeller Ratlosigkeit schwere Wochen bevorstehen.


Standings – AFLE 2026 nach Woche 4

#TeamSpSNPkt+Pkt−Diff
1Vienna Vikings44016260+102
2Panthers Wrocław43113689+47
3Rhein Fire3218830+58
4Berlin Thunder42288125−37
5London Warriors41398133−35
6Alpine Rams3125791−34
7Paris Lights3124465−21
8Firenze Red Lions30346126−80

Homegrown-Spotlight – Top 5 der Woche

Gesamtwertung über alle Positionen. Ranking nach Gesamtyards (Skill) bzw. Tackle-Äquivalenten (Defense: Sack = 3 Tackle-Äquivalente). Nur Spieler mit H-Status im offiziellen AFLE-Roster.

RangSpieler (H)TeamPosSchlüsselstat
1Dawid BrzozowskiPanthers WrocławRB174 Total Yds, 156 Rush Yds
2Kevin LaryeaLondon WarriorsTE91 Rec Yds, 1 TD
3Andy OwusuLondon WarriorsRB84 Total Yds, 2 TD
4Bernhard SeikovitsVienna VikingsTE79 Rec Yds, 2 TD
5Kadel KingLondon WarriorsLB12 Tkl, 1 SK, 2 TFL

Penalty-Barometer – Woche 4


MVP der Woche

Jameson Wang, QB – Panthers Wrocław: Warf beim 50:12-Kantersieg gegen Berlin Thunder fünf Touchdown-Pässe bei nur vier Fehlwürfen und erzielte einen weiteren Touchdown selbst am Boden.


Power Ranking

Das aktuelle Power Ranking nach Woche 4 ist hier verfügbar: Power Ranking Woche 4.


Ausblick – Woche 5

Berlin Thunder at Rhein Fire: Nach der 12:50-Abreibung in Breslau reist Berlin zum nächsten Schwergewicht nach Duisburg, wo die bis dato zweitbeste Defense der Liga wartet; für Thunder wird es vor allem darum gehen, offensive Turnover und den verheerenden Einbruch auf Third Down zu stoppen.

Paris Lights at Alpine Rams: Kellerduell im Sportpark Unterhaching zwischen zwei Teams mit 1:2 Siegen, bei dem sich entscheidet, wer den Anschluss an die Playoff-Ränge wahren kann – Paris muss zwingend seine eklatante Disziplinlosigkeit (13 Strafen in Woche 4) in den Griff bekommen.

Vienna Vikings at London Warriors: London schwimmt nach dem 51-Punkte-Befreiungsschlag auf einer Euphoriewelle, empfängt nun allerdings die ungeschlagene Übermacht aus Wien; gegen Holmes und seine dominante Offensive wird die Warriors-Defense Schwerstarbeit verrichten müssen.

Spielfrei (Bye Week): Panthers Wrocław, Firenze Red Lions.